Schaffner Nachhaltigkeitsbericht

  • Nachhaltigkeitsbericht 2017/18

    Informationen zur Nachhaltigkeit

    Nachhaltigkeitsbericht 2017/18

    Die Schaffner Gruppe misst der Nachhaltigkeit hohe Priorität bei

Nachhaltigkeitsbericht 2018/19

Informationen zur Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit geniesst bei der Schaffner Gruppe eine hohe Priorität. Die Unternehmenskultur ist von einem ganzheitlichen Ansatz geprägt: ehrlich, respektvoll, fair und der sozialen Verantwortung als global tätiges Unternehmen bewusst. Mit Innovationsgeist und hoher Engineeringkompetenz unterstützt Schaffner die effiziente und zuverlässige Nutzung elektrischer Energie. Ein systematisches Qualitäts- und Umweltmanagement stellt sicher, dass internationale Standards eingehalten werden.



Engagement der Gruppenleitung

Die Gruppenleitung von Schaffner unterstützt die Anstrengungen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit aktiv. Die zentralen Kenngrössen (KPIs) werden ihr periodisch rapportiert. Sie bespricht die Resultate und definiert Massnahmen im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.


Gesellschaftliche Leistungen

Menschen machen den Unterschied: Als Arbeitgeberin verfolgt Schaffner eine sozial verantwortliche und zukunftsweisende Personalpolitik. Die Gruppe fördert die Vielfalt der Mitarbeitenden in der internationalen Organisation und unterstützt sie bei der interkulturellen Zusammenarbeit im Rahmen ihrer Aufgaben. Mit Produktionszentren auf drei Kontinenten lebt Schaffner die kulturübergreifende Zusammenarbeit im Alltag. Allein am Firmensitz in Luterbach (Kanton Solothurn, Schweiz) arbeiten Personen aus 18 verschiedenen Nationen zusammen und bringen ihre differenzierte Sichtweise in den Arbeitsprozess ein. Sprachkurse in Deutsch und Englisch fördern die Integration und die internationale Zusammenarbeit gleichermassen.


Schaffner-Werte

Die im Geschäftsjahr 2017/18 lancierte Werte-Initiative zur Stärkung der Unternehmenskultur wurde in der Berichtsperiode gruppenweit weiter verankert. Die fünf Grundwerte – Leadership, Ownership, Customer Focus, Openness, Passion – sind universell gültig, sollen jedoch den lokalen Identitäten entsprechend gelebt werden. Dazu initiieren lokale Ambassadoren spezifische Aktivitäten, welche konkret auf die lokalen Herausforderungen und Bedürfnisse eingehen. Einen Schwerpunkt setzte im Berichtsjahr die Tagung des globalen Senior Management von Schaffner, welche der Führungskultur gewidmet war. Darauf aufbauende und über das ganze Jahr verteilte Trainingsaktivitäten begleiteten und stärkten die Verankerung der Grundwerte in der gesamten Gruppe zusätzlich. Gemeinsame Standards bieten den Führungskräften Orientierungshilfe und schaffen die Basis, um Verantwortung an die Mitarbeitenden zu übertragen und die Selbstbestimmung zu fördern. Beides wirkt leistungsfördernd.


Neues Firmengebäude am Hauptsitz in Luterbach

Mit dem Umzug in das neue Firmengebäude am Hauptsitz in Luterbach wurde das Bürokonzept verändert. Die neue, grosszügige Arbeitsfläche im Open Space stärkt die Zusammenarbeit, fördert die Kommunikation und ermöglicht einen unkomplizierten Austausch zwischen den Mitarbeitenden. Darüber hinaus bietet Schaffner neue Formen der Arbeitsortgestaltung wie Homeoffice oder Co-Working an. Dies trägt den sich verändernden Anforderungen an den Arbeitsplatz Rechnung und leistet gleichzeitig einen Beitrag an die Nachhaltigkeit, indem die regionale Verkehrsinfrastruktur entlastet wird.


LTA/250 000h*

*Für das Geschäftsjahr von Oktober bis September.

*For the fiscal year from October to September.

Betriebsunfallrate

Schaffner fördert die Gesundheit und die Arbeitssicherheit der Mitarbeitenden. Regelmässig wird die Einhaltung der Vorgaben an den Gruppenstandorten überprüft. Die Ergebnisse werden analysiert und die Erkenntnisse fliessen im Sinne der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Arbeitssicherheit und der Gesundheit der Mitarbeitenden in die Ziele der Gruppe wie auch der spezifischen Standorte ein. Schaffner unterhält ein betriebliches Gesundheitsmanagement, in dem jährlich ein Schwerpunktthema definiert wird. Vor dem Hintergrund des Umzugs in das neue Bürogebäude am Hauptsitz in Luterbach war der Schwerpunkt 2019 die Ergonomie am Arbeitsplatz. Die Mitarbeitenden wurden in Workshops sensibilisiert und bei der Beschaffung der Büromöbel miteinbezogen. Zum Programm gehören weiter ein betriebsinternes Sportangebot sowie im Rahmen einer gesunden Ernährung regelmässig durchgeführte Apfelwochen.

Schaffner pflegt eine aktive Mitarbeiterentwicklung und erwartet, dass die Mitarbeitenden sich für die persönliche Weiterbildung engagieren und so einen Beitrag leisten, um mit der dynamischen Entwicklung der Gruppe Schritt zu halten. Im Gegenzug hat sich die Gruppe verpflichtet, die Mitarbeitenden in der beruflichen Entwicklung zu fördern. Im Hinblick auf die digitale Transformation gewinnt das Aufrechterhalten der Arbeitsmarktfähigkeit an Bedeutung. Gemeinsam werden individuelle Aus- und Weiterbildungsziele definiert, bei deren Erreichung die Mitarbeitenden finanziell und/oder zeitlich unterstützt werden.


 

Schaffner-Mitarbeitende erhalten einen bedeutenden Anteil der vom Unternehmen erwirtschafteten Wertschöpfung. Im Geschäftsjahr 2018/19 erzielte Schaffner eine Wertschöpfung von CHF 80 Mio. Davon flossen 83 % direkt oder indirekt an die Mitarbeitenden und 1 % in Form von Ertragssteuern an die öffentliche Hand. Auf die Aktionäre entfallen vorbehaltlich der Zustimmung durch die Generalversammlung 5 % und 6 % bleiben als Abschreibungen und einbehaltene Gewinne im Unternehmen.

Verteilung der Wertschöpfung 2018/19


Energieverbrauch - kWh je TCHF Umsatz*

Umweltleistungen

Schaffner gestaltet das operative Geschäft in der gesamten Wertschöpfungskette Schritt für Schritt effektiver und effizienter. Besondere Aufmerksamkeit geniessen die Senkung des Energieverbrauchs und die Reduktion der CO2-Emissionen aus der Geschäftsaktivität. Damit leistet Schaffner einen Beitrag zur Verminderung des klimabelastenden Treibhausgasausstosses. Insgesamt machen die Energiekosten weniger als 1 % des Umsatzes der Schaffner Gruppe aus.

Bei der Entwicklung neuer Produkte wird auf den Einsatz von Werkstoffen und Prozessen, die für die Entstehung von Treibhausgasen verantwortlich sind, möglichst verzichtet. So wurden Filter in den Divisionen EMC und Automotive mit Etiketten statt mit Farbe beschriftet, wodurch die Verwendung von Lösungsmitteln auf ein Minimum reduziert wurde. Das Transformatorenwerk der Schaffner Gruppe in Nordamerika bietet den Kunden die Möglichkeit, alte Transformatoren auf dem bestehenden Aufbau neu zu wickeln und so die Lebensdauer zu verlängern. Das ausgetauschte Kupfer wird gesammelt und rezykliert.


CO2-Ausstoss-Produktion*

kg je TCHF Umsatz

Wasserverbrauch*

l je TCHF Umsatz

CO2-Ausstoss Transport*

kg je TCHF Umsatz

Abfall*

kg je TCHF Umsatz

Die globale Organisation der Schaffner Gruppe mit Produktionszentren in Asien, Europa und den USA reduziert den Transportaufwand massgeblich. Bei den trotzdem noch anfallenden Transporten wird der Anteil der Luftfracht zu Gunsten der Seefracht kontinuierlich und konsequent verringert, was eine weitere Reduktion der CO2-Emissionen je Einheit (Gewicht und Distanz) ermöglicht. Allerdings musste im Geschäftsjahr 2017/18 aufgrund des Produktionsunterbruchs nach dem Brand in Thailand befristet eine zusätzliche Gütermenge mit Luftfracht transportiert werden, um die Kunden ohne Verzögerungen zu beliefern. Das hatte kurzfristig zu einem Anstieg des CO2-Ausstosses geführt. Nach der Normalisierung der Liefersituation konnte die CO2-Belastung durch den Transport im Geschäftsjahr 2018/19 wieder signifikant reduziert werden, deutlich unter den Wert vor dem Brand.


Der CO2-Ausstoss im Zusammenhang mit Geschäftsreisen ging im Geschäftsjahr 2018/19 geringfügig zurück. Gemessen am Umsatz resultierte allerdings ein kleiner Anstieg. Weiter bietet Schaffner in China und Thailand für den Arbeitsweg unentgeltliche Mitarbeitertransporte an und leistet so einen Beitrag zur Reduktion des vom Individualverkehr verursachten CO2-Ausstosses.

*Juli bis Juni

In Ungarn wurden zusätzliche Initiativen zur Reduktion und Wiederverwertung des Abfalls gestartet. Unter anderem wurden alle Mitarbeitenden sensibilisiert und die Abfalltrennung wurde nochmals optimiert.

Im neuen Hauptsitz in Luterbach verwenden die Mitarbeitenden Tassen statt Kaffeebecher. Der Ausschank von gekühltem Sprudelwasser ab Hahn eliminiert zudem die PET-Flaschen.

Die ausgewiesene Zunahme des Abfalls erklärt sich mit einem Fehler in der Erfassung. In der Vergangenheit erfasste das Werk in Thailand Material, welches der Wiederverwertung zugeführt wurde, nicht komplett als Abfall. Dies wurde im Geschäftsjahr 2018/19 nun korrigiert und führte zum Anstieg des Abfalls gemessen am Umsatz.

Der deutlich gestiegene Wasserverbrauch im Geschäftsjahr 2018/19 ist vollumfänglich auf den Bau des neuen Gebäudes in Thailand zurückzuführen.