Schaffner Nachhaltigkeitsbericht

  • Nachhaltigkeitsbericht 2017/18

    Informationen zur Nachhaltigkeit

    Nachhaltigkeitsbericht 2017/18

    Die Schaffner Gruppe misst der Nachhaltigkeit hohe Priorität bei

Nachhaltigkeitsbericht 2019/20

Informationen zur Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit geniesst bei der Schaffner Gruppe eine hohe Priorität. Die Unternehmenskultur ist von einem ganzheitlichen Ansatz geprägt: ehrlich, respektvoll, fair und der sozialen Verantwortung als global tätiges Unternehmen bewusst. Mit Innovationsgeist und hoher Engineeringkompetenz unterstützt Schaffner die effiziente und zuverlässige Nutzung elektrischer Energie. Ein systematisches Qualitäts- und Umweltmanagement stellt sicher, dass internationale Standards eingehalten werden.



Engagement der Gruppenleitung

Die Gruppenleitung von Schaffner unterstützt die Anstrengungen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit aktiv. Die zentralen Kenngrössen (KPIs) werden periodisch der Gruppenleitung rapportiert. Diese bespricht die Resultate und definiert Massnahmen im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.


Gesellschaftliche Leistungen

Menschen machen den Unterschied: Als Arbeitgeberin verfolgt Schaffner eine sozial verantwortliche und zukunfts- weisende Personalpolitik. Die Gruppe fördert die Vielfalt der Mitarbeitenden in der internationalen Organisation und unterstützt sie bei der interkulturellen Zusammenarbeit im Rahmen ihrer Aufgaben. Mit Produktionszentren auf drei Kontinenten lebt Schaffner die kulturübergreifende Zusammenarbeit im Alltag. Allein am Firmensitz in Luterbach (Kanton Solothurn, Schweiz) arbeiten Menschen aus 14 verschiedenen Nationen zusammen und bringen ihre differenzierte Sichtweise in den Arbeitsprozess ein. Sprachkurse in Deutsch und Englisch fördern die Integration und die internationale Zusammenarbeit gleichermassen.


Mitarbeiterentwicklung

Schaffner pflegt eine aktive Mitarbeiterentwicklung und erwartet, dass die Mitarbeitenden sich für die persönliche Weiterbildung engagieren und so einen Beitrag leisten, um mit der dynamischen Entwicklung der Gruppe Schritt zu halten. Im Gegenzug hat sich die Gruppe verpflichtet, die Mitarbeitenden in der beruflichen Entwicklung zu fördern. Im Hinblick auf die digitale Transformation gewinnt das Aufrechterhalten der Arbeitsmarktfähigkeit an Bedeutung. Gemeinsam werden individuelle Aus- und Weiterbildungsziele definiert, bei deren Erreichung die Mitarbeitenden finanziell und/oder zeitlich unterstützt werden.


Harter Lockdown im Werk Shanghai

Durch die Covid-19-Pandemie erlebte Schaffner im Februar im Werk Shanghai einen harten Lockdown. Die Ferien zum Chinese New Year wurden in ganz China zwei Wochen verlängert. Für die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs wurden strenge Massnahmen zur Erkennung der Krankheit und zur Verhinderung möglicher Ansteckungen im Betrieb eingeführt. Mit den Erkenntnissen aus China wurden umgehend in den weiteren Werken und Standorten Massnahmen ergriffen, um die Ansteckungen einzudämmen. Dazu gehörten das Sicherstellen des notwendigen Abstands am Arbeitsplatz, Homeoffice, Fiebermessen vor und nach der Arbeitsschicht sowie Schulungen der Mitarbeitenden zu den Hygienemassnahmen und zum Verhalten am Arbeitsplatz und im privaten Bereich. Das Home Office wurde weltweit früh eingeführt und vom ersten Tag an konnte fast ohne technische Probleme zu Hause gearbeitet werden. Eine Umfrage bei den Mitarbeitenden zeigte eine hohe Zufriedenheit mit dem Homeoffice und verdeutlichte, dass die Zusammenarbeit mit digitalen Tools gut funktioniert hat.


Neueröffnung des Gebäudes in Thailand

Am grössten Produktionsstandort der Gruppe in Thailand wurde nach dem Brand im Dezember 2017 das komplett neu erstellte Gebäude eröffnet. Es beinhaltet heute die gesamte Produktion der Automotive Division sowie die administrativen Bereiche. Das Gebäude mit einem in der thailändischen Kultur bedeutsamen «Spirit House» wurde nach lokalen Gepflogenheiten von Mönchen unter Teilnahme der Mitarbeitenden geweiht und eröffnet. Bei der Auslegung der Räume wurde nach Lean-Prinzipien der Materialfluss geplant und das Produktionsumfeld optimiert, um eine hohe Effizienz im Werk zu erreichen. Nach allen Bemühungen, das Gebäude auch im Hinblick auf das Wohlergehen der Mitarbeitenden zu gestalten, fühlen sie sich an den ergonomischen Arbeitsplätzen mit mehr Erholungsbereichen und zwei geräumigen Kantinen gut aufgehoben und sicher.


LTA/250 000h*

*Für das Geschäftsjahr von Oktober bis September.

Mitarbeitergesundheit und Arbeitssicherheit

Schaffner fördert die Gesundheit und die Arbeitssicherheit der Mitarbeitenden. Regelmässig wird die Einhaltung der Vorgaben an den Gruppenstandorten überprüft. Die Ergebnisse werden analysiert und die Erkenntnisse fliessen im Sinne der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Arbeitssicherheit und der Mitarbeitergesundheit in die Ziele sowohl der Gruppe als auch der spezifischen Standorte ein. Schaffner unterhält ein betriebliches Gesundheitsmanagement, in dem jährlich ein Schwerpunktthema definiert wird. Die Anzahl der Unfälle in den Werken konnte im Geschäftsjahr 2019/20 gegenüber der Vorjahresperiode weiter reduziert werden. Das kontinuierliche Training und Investitionen in Sicherheitsmassnahmen zeigten damit die erwarteten Verbesserungen.


Schaffner-Werte

Schaffner-Mitarbeitende erhalten einen bedeutenden Anteil der vom Unternehmen erwirtschafteten Wertschöpfung.
Im Geschäftsjahr 2019/20 erzielte Schaffner eine Wertschöpfung von CHF 69 Mio. Davon flossen 87 % direkt oder indirekt an die Mitarbeitenden und 1 % in Form von Ertragssteuern an die öffentliche Hand. Auf die Aktionäre entfallen vorbehältlich der Zustimmung durch die Generalversammlung 2 % und 9 % bleiben als Abschreibungen und einbehaltene Gewinne im Unternehmen.

Verteilung der Wertschöpfung 2018/19


Energieverbrauch - kWh je TCHF Umsatz*

* Juli bis Juni

Umweltleistungen

Schaffner gestaltet das operative Geschäft entlang der gesamten Wertschöpfungskette Schritt für Schritt effektiver und effizienter. Besondere Aufmerksamkeit geniessen die Senkung des Energieverbrauchs und die Reduktion der CO2-Emissionen aus der Geschäftsaktivität. Damit leistet Schaffner einen Beitrag zur Verminderung des klimabelastenden Treibhausgasausstosses. Insgesamt machen die Energiekosten weniger als 1 % des Umsatzes der Schaffner Gruppe aus.

Bei der Entwicklung neuer Produkte wird auf den Einsatz von Werkstoffen und Prozessen, die für die Entstehung von Treibhausgasen verantwortlich sind, möglichst verzichtet. So wurden Filter in den EMC und Automotive Divisionen mit Etiketten anstatt mit Farbe beschriftet, wodurch die Verwendung von Lösungsmitteln auf ein Minimum reduziert wer- den konnte. Das Transformatorenwerk der Schaffner Gruppe den USA bietet den Kunden die Möglichkeit, alte Transformatoren auf dem bestehenden Aufbau neu zu wickeln und so die Lebensdauer zu verlängern. Das ausgetauschte Kupfer wird gesammelt und rezykliert.

Der Gesamtverbrauch an Energie hat im abgelaufenen Geschäftsjahr auch wegen des Produktionsrückgangs durch Co- vid-19 abgenommen. Durch die tiefe Auslastung der Werke belastete der Energiebedarf von Gebäuden und Infrastruktur die Produktion stärker. So hat der Verbrauch in Relation zum Produktionsvolumen trotz allen Anstrengungen zugenommen. Hinzu kommt, dass in Thailand über eine Periode von vier Monaten ein paralleler Betrieb der Produktion im Neubau und im gemieteten Gebäude stattfand.


CO2-Ausstoss-Produktion*

kg je TCHF Umsatz

Wasserverbrauch*

l je TCHF Umsatz

CO2-Ausstoss Transport*

kg je TCHF Umsatz

Abfall*

kg je TCHF Umsatz

Die globale Organisation der Schaffner Gruppe mit Produktionszentren in Asien, Europa und den USA reduziert den Transportaufwand massgeblich. Bei den trotzdem noch anfallenden Transporten wird der Anteil der Luftfracht zu Gunsten der Seefracht kontinuierlich und konsequent verringert, was eine weitere Reduktion der CO2-Emissionen je Einheit (Gewicht und Distanz) ermöglicht. Covid-19-be- dingt sind die Frachtkapazitäten auf See und in Zügen stark ausgelastet. Darum musste bei zeitkritischen Aufträgen oft auf Luftfracht zurückgegriffen werden, um den Kundenservice aufrecht zu erhalten, was zu einem Anstieg des CO2-Ausstosses führte.

Die Luftfracht von China nach Europa konnte bis zum Sommer schrittweise auf den Zugtransport umgestellt werden. Auch hier führen Kapazitätsengpässe regelmässig zur Umstellung auf Luftfracht. Der CO2-Ausstoss im Zusammenhang mit Geschäftsreisen ging im Geschäftsjahr 2019/20 stark zurück. Durch die Reiseeinschränkungen waren Besuche der Werke ab Februar nicht mehr möglich.

*Juli bis Juni

Der Trinkwasserbedarf in den Werken ist aufgrund tieferen Mitarbeiterzahlen gegenüber dem Vorjahr gesunken. In Relation zum Produktionsvolumen stagnierte der Verbrauch hingegen.

Die in den Werken angefallenen Abfälle reduzierten sich im Berichtsjahr um rund ein Viertel gegenüber dem Vorjahr. Dabei ist der Anteil Sonderabfälle leicht angestiegen. Davon ist ein grosser Teil wiederverwendbar. Solche rezyklierbaren Wertstoffe (Sekundärstoffe) wurden in den Materialkreislauf zurückgeführt.